Schubkette LinearChain

  • Schubkräfte bis 35.000 N
  • Ideal für die Realisierung von langen Hüben, insbesondere
    unter beengten Platzverhältnissen
  • Kompakte Speicherung der Kette, auch mehrbahnig
  • Kein Nachfedern unter Last
  • Halten der absoluten Position
  • Gleichmäßige, ruckfreie Bewegungen
  • Synchronbetrieb bei horizontalen oder vertikalen Bewegungen

Die Schubkette LinearChain ist in der Lage, große Lasten sowohl horizontal als auch vertikal mit hoher Positioniergenauigkeit zu bewegen. Die LinearChain besteht aus speziell geformten Gliedern, deren Geometrie ein Einknicken bei Druckbelastungen verhindert. Die LinearChain kann somit wie ein herkömmlicher Linearantrieb eingesetzt werden.

Der Antrieb der Kette erfolgt über ein Spezialgehäuse mit integriertem Kettenrad, an das ein Getriebemotor – beispielsweise ein Aufsteck-Getriebemotor der Baureihe Compacta – angeflanscht wird.

Neben dem Standardsortiment der LinearChain, das seit 2014 von der Firma Grob GmbH Antriebstechnik angeboten wird, haben wir bei Framo Morat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte mit Sonderausführungen der LinearChain realisiert. Kundenspezifische Varianten der LinearChain kommen beispielsweise in Antrieben für die Dental- oder Medizintechnik zum Einsatz.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Antriebstechnik ist Framo Morat Ihr zuverlässiger Entwicklungspartner mit Systemkompetenz, der Ihnen eine technisch ausgereifte, wirtschaftliche Lösung anbietet.

Allgemeine Informationen zur Schubkette

Werden im industriellen Bereich lineare Hubbewegungen gefordert, stehen dem Anwender mehrere marktgängige Systeme zur Verfügung.
In aller Regel sind dies Hydraulik- bzw. Pneumatikzylinder oder elektro-mechanische Spindelantriebe. Auch Nocken-, Kurven- oder Umlenksysteme finden oft Verwendung.
Als Neuheit ist hier sicher die Schubkette einzuordnen. Eine Spezialkette, die sich im Gegensatz zur bekannten Zugkette in Schubrichtung versteift.
Dabei bleibt sie über Kettenräder umlenkbar. Die LinearChain kann standardmäßig Hubkräfte bis 35 kN übertragen. Höhere Hubkräfte sind durch parallelen Betrieb mehrerer Ketten möglich.

Aus dem klassischen Kraftübertragungselement der endlosen Kette, mit mindestens 2 Kettenrädern (Antrieb- und Umlenkung) und einem Spannelement wird eine „endliche“ Kette mit zwei freien Enden. An beliebiger Stelle kann der Antrieb angeordnet werden.
Ermöglicht wird die Schubfähigkeit durch speziell geformte Kettenglieder, die formschlüssig ineinandergreifen und sich spielarm abstützen. An einem Kettenende wird die Last z. B. an einer Klinke oder einem Haken befestigt. Die Endlaschen sind dazu mit Querbohrungen für Schrauben oder Bolzen versehen.
Diese/r Klinke / Haken rastet während der Bewegung formschlüssig in die Schublast oder deren Aufnahme ein.

Das andere, freie Kettenende ist beliebig zu führen. Es wird, um den Raumbedarf gering zu halten, in einem Speicher aufgerollt. Diese platzsparende Bauweise ist einer der wichtigsten Vorteile des Systems.

Beispiele für Kettenumlenkung und Speicherung

Die eigentliche Hauptaufgabe der LinearChain ist die Bewegung von mittleren und größeren Lasten in jede Richtung (auch vertikal).
Durch ein im Antriebsgehäuse integriertes Kettenrad wird der Kettenstrang angetrieben.

Je nach Schubkraft, Hublänge und Geschwindigkeit (alles individuell), kann die LinearChain sowohl auf einer Gleitfläche laufend oder in einer Führungsschiene die gestellten Aufgaben erfüllen.

kettenumlenkung

Infos zu den Ketten

  1. Allgemeines

    LinearChains bestehen aus speziell geformten, hochpräzisen mechanischen Gliedern, deren Eigenschaft es ist, hohe Lasten sowohl durch Zug als auch durch Druck bewegen zu können.
    Die Glieder greifen dank ihres besonderen Profils fortlaufend ineinander über. Die Glieder lassen sich in einer Richtung aufwickeln, in der anderen bilden sie eine starre Einheit, die eine Last sowohl durch Zug- als auch durch Schubkraft spielarm und mit hoher Positioniergenauigkeit befördern kann. Die Kettenglieder können auf engstem Raum gespeichert werden. Für die Überbrückung großer Transportwege wird nur sehr wenig Platz benötigt.
    Die LinearChain ist eine interessante Alternative zu herkömmlichen Systemen wie Zahnstangen, Winden, Hydraulik- und Pneumatikzylinder usw. Sie bietet oft die einzig mögliche Lösung in Fällen, in denen aufgrund von Platzmangel andere Lösungen scheitern.
    Die LinearChain ermöglicht die Übertragung von Schub- oder Zugkräften von einigen Kilogramm bis zu mehreren Tonnen, wobei auch große Hublängen bewältigt werden. Hierzu kann die Kette auch in Profilführungen gegen Knicken gesichert werden. Es ist auch möglich, mehrere Ketten parallel zu koppeln, wenn Schubkraft und Schublänge dies erfordern.

  2. Antrieb der Ketten

    Der Antrieb erfolgt über ein Spezial-Gehäuse mit integrierten Kettenrädern, an welches ein Getriebemotor angeflanscht wird (z.B. der Aufsteckgetriebemotor Compacta von Framo Morat).
    Um zu vermeiden, dass sich die Kette infolge der Knicklast während der Hubbewegung durchdrückt, wird ein spezielles Kopfglied verwendet. Hierdurch wird der Angriffspunkt gegenüber dem Gelenkbolzen verschoben. Dadurch ergibt sich ein Biegemoment in die Richtung, in welche sich die Glieder nicht bewegen können. Die LinearChains können für wechselnde Zug-/Druckbeanspruchungen in horizontaler oder vertikaler Ebene eingesetzt werden. Nach Möglichkeit sollten Führungsschienen verwendet werden um die Kette zu unterstützen. Eine Führung kann entfallen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

    – Die Kette liegt plan auf einer Gleitfläche auf
    – Der Förderweg ist innerhalb vorgegebener Längen
    – Es tritt keine Radiallast zur Schubachse auf

  3. Kettentypen und ihre Leistungsbereiche

    Die Auswahl des Kettentyps hängt vom Verwendungszweck sowie von den Einsatzbedingungen ab.
    Hierzu sind folgende Leistungsangaben erforderlich:

    – Schubkraft
    – Förderweg
    – Geschwindigkeit
    – Schalthäufigkeit
    – Temperatur

  4. Werkstoff

    Die LinearChain ist aus Vergütungsstahl gefertigt. Sie können bis zu einer Umgebungstemperatur von 180° C betrieben werden. Kurzzeitig sind auch höhere Temperaturen möglich.

  5. Anwendungsmöglichkeiten

    Die LinearChain findet u.a. in folgenden Branchen Anwendung: Industrieöfen, Blech-Kaltbearbeitung, Gießereien, Walzwerke, Stahlwerke, Maschinenbauindustrie, Automobilindustrie, Lagerung, innerbetriebliche Transporte, chemische Industrie.

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Applikationsbeispiele