Franz Morat Group schreibt „schwarze Null“

Die erste gemeinsame Betriebsversammlung von Framo Morat und F. Morat fand aufgrund der Corona-Pandemie per Live-Übertragung statt (Bildquelle: iStockphoto / Franz Morat Group)

Die Franz Morat Group beschreitet in puncto Mitarbeiter-Kommunikation aufgrund der Corona-Pandemie neue Wege. Die alljährliche Betriebsversammlung findet erstmals digital per Live-Stream ins heimische Wohnzimmer statt. Geschäftsführer Gökhan Balkis berichtet über ein herausforderndes Geschäftsjahr, das die Unternehmensgruppe in der Retrospektive gut gemeistert hat.

Die Umsatzplanung wurde schon früh im laufenden Jahr an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Mit einem Jahresumsatz von rd. € 81 Mio. wird die Franz Morat Group das Geschäftsjahr ca. 15% unter dem Vorjahresniveau abschließen. Seit dem Ausbruch der Pandemie lag der Fokus darauf, konjunkturbedingte Entlassungen zu vermeiden und ergebnisseitig eine „schwarze Null“ zu schreiben – beides ist laut Balkis in einem der herausforderndsten Jahre der 108-jährigen Firmenhistorie gelungen.

Die aktuellen Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen, dass eine schnelle Erholung der Konjunktur nicht zu erwarten ist. Bei der Planung für das kommende Jahr legt die Geschäftsleitung der Franz Morat Group ein moderates Umsatzwachstum von 4% zugrunde. Oberste Priorität hat laut Balkis auch für 2021 weiterhin die „schwarze Null“ bei gleichzeitiger Erhaltung der Arbeitsplätze an allen Standorten der Franz Morat Group, die, neben Vertriebsniederlassungen in den USA und der Türkei, Produktionswerke in Polen und Mexiko betreibt. Aktuell beschäftigt die Unternehmensgruppe rd. 640 Mitarbeiter, davon 550 am Standort Eisenbach.

Um für die geänderten Arbeitsbedingungen gerüstet zu sein, wurden gemeinsam mit den Betriebsräten von Framo Morat und F. Morat bereits zahlreiche Betriebsvereinbarungen verabschiedet. Die Digitalisierung wurde weiter vorangetrieben, mobiles Arbeiten im Home-Office und Video-Konferenzen gehören mittlerweile zum Alltag. Man könne die Entwicklung der Pandemie sowie die Vorgaben aus der Politik nicht beeinflussen, aber man müsse daraus die richtigen Maßnahmen für das Unternehmen ableiten, sagt Balkis.

Die Fokussierung auf Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten in boomenden und konjunkturunabhängigeren Wachstumsbranchen werde laut Balkis auch in den kommenden Jahren konsequent weitergeführt. In allen Geschäftsbereichen der Franz Morat Group stehen zahlreiche Projekte kurz vor dem Serienstart. Dazu zählen Kunststoffkomponenten für E-Bikes und den Automotive-Sektor, Motorwellen für Elektrostapler und Radnabengetriebe für Fahrerlose Transportsysteme in der Intralogistik sowie nach Kundenspezifikation entwickelte Antriebe für gewerbliche Kaffee-Vollautomaten, Textil-Färbemaschinen oder für die Sensoren-Reinigung von autonom fahrenden Autos.

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