Framo Morat erweitert Technologie-Spektrum um Radiales Anfasen und Entgraten von Zahnrädern

Bei der spanabhebenden Verzahnung erfordern immer komplexere und anspruchsvollere Bauteilgeometrien gratfreie Kanten und präzise Oberflächen in der Herstellung. Um für diese Anforderungen gerüstet zu sein, hat die Framo Morat GmbH & Co. KG ihre Kompetenzen in der Verzahnungstechnologie erweitert und ihren Maschinenpark um eine Entgratmaschine RGC 350 aus dem Hause TEC for GEARS ergänzt. Durch das sogenannte Radial Gear Chamfering-Verfahren können definierte und reproduzierbare Fasen an den Zahnstirnkanten erzeugt werden. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Qualität und Funktionalität der Bauteile aus, sondern ist auch für die Wirtschaftlichkeit bei der Teilefertigung entscheidend.

Zum Teilespektrum der verzahnten Präzisionskomponenten zählen Stirnräder, Ritzel- und Rotorwellen, Hohlräder, Ketten- und Pumpenräder sowie Zahnsegmente oder Sonderprofile. Beim Verzahnen kommen je nach Art und Geometrie der Bauteile die Technologien Wälzfräsen oder Wälzstoßen zum Einsatz. Der dabei entstehende Grat am Werkzeugauslauf lässt sich je nach Geometrie des Werkstücks teils besser, teils schlechter beseitigen.

Da auch die technischen Anforderungen an die Zahnstirnkante zunehmend gestiegen sind, hat Framo Morat den Maschinenpark um eine RGC 350, die von TEC for GEARS gemeinsam mit dem Prozess des Radial Gear Chamfering entwickelt wurde, erweitert. Dadurch können definierte, reproduzierbare Fasen an den Zahnstirnkanten, auch bei Werkstücken mit Störkonturen, wie beispielsweise Mehrfachverzahnungen oder Wellenabsätzen, erzeugt werden. Der Anfasprozess findet im kontinuierlichen Eingriff mit hohen Schnittgeschwindigkeiten umweltschonend im Trockenschnitt statt.

Die RGC 350 überzeugt im Vergleich zu den bisher eingesetzten Entgrat-Stationen oder manuellen Entgrat-Tätigkeiten einerseits technisch und durch die kurzen Taktzeiten auch wirtschaftlich. Bei höchster Genauigkeit und reproduzierbarer Qualität kann der Durchlauf der Verzahnungskomponenten insgesamt beschleunigt werden. Mit einer Aufstellfläche von rd. 2 m² ist die RGC 350 äußerst kompakt. Durch die Verkettung mit einer Roboterzelle wird eine durchgängige Bearbeitung ermöglicht. Auch ein optionaler Bürst-Arbeitsgang kann durch die Automation hauptzeit-neutral durchgeführt werden.